komplementärARCHITEKTUR-RAUMmanagement

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Derzeit in Überarbeitung! Danke für Ihre Geduld!

ich bedanke mich für die Geduld und darf zur Link-Findung auf meine Site "Aktuelles" verweisen!

In Arbeit und - hoffentlich - Fertigstellung ist die Textsammlung "Geschichten aus dem Fundus - oder: wann fängt das Erinnern an", aus der ich im kommenden Jahr einige Male Ausschnitte lesen werde.

Natürlich entstehen auch laufend weitere lyrische Texte ...

20151220 – BILDER.WORTE.TÖNE _ Weihnachts-Utopien

20151220 – BILDER.WORTE.TÖNE - Osteria Allora, 1200, Wallensteinplatz 5-6

AUSSCHNITTE aus:

Weihnachts-Utopien

Irene Pollak: „Schnee am Heiligen Abend  -  eine Utopie“

Was wäre wenn,

es am 24. Dezember dicke Flocken schneien würde und der Boden schon so kalt wäre, dass die weiße Decke liegen bleiben kann?

Kaum vorstellbar.

Was wäre ein Weihnachten ohne Geschenke,

Was wäre eine Weihnacht in Stille, in Frieden?

Manuela bewegt sich behutsam durch die Wochen und Tage des späten November und frühen bis mittleren Dezember, pirscht sich an das ultimative Datum heran: den vierundzwanzigsten Dezember.

Seit Wochen umkreist sie die Tage um die Wintersonnenwende wie ein Komet auf einer Spiralbahn,

...

Was, also, wäre gut am Heiligen Abend?

Heiliger Abend  -  Heilige Nacht…

Heilig.

Heil.

Heilend.

Der heilende Abend.

(Über mögliche unerwünschte Wirkungen…)

Da liest man nicht weiter!

Welche Nebenwirkungen können auftreten?                             

Wann sollte die Dosis angepasst, wann sollte Weihnachten abgesetzt werden?

Und Wechselwirkungen?

Was sollte vermieden werden, wenn man Weihnachten zu sich nimmt?

Zu welcher Tageszeit wirkt der Heilende Abend… - halt, nein, diese Frage muss nicht gestellt werden…, aber,

vor dem Essen, nach dem Essen? Wovon hängt das ab?

Langsam wird Manuela klar, dass die Frage, die sie in Wirklichkeit beschäftigt, viel tiefer liegt.

Auf welche Weise entfaltet der Heilende Abend seine Wirkung, und, wovon heilt er?

Was macht er heil, wieder ganz, wieder gut, überhaupt gut?

Was muss er haben, was muss er können, um nicht über Reibungsverluste oder Kriechströme seines Potenzials beraubt zu werden?

Was ist das Heilende seines Wesens – was ist überhaupt sein Wesen?

...

Weil der Wandel und die Veränderung, das Kommen und das Gehen, das Aufwärts und das Abwärts, das Mehren und das Mindern in der Natur des Lebens liegen.

No-na, denkt Manuela, alles Binsenweisheiten.

Ganz einfach. Zu einfach.

Aber, so einfach ist das – und so einfach ist es nicht zu akzeptieren.

Das ewige Wachstum, der ewige Kampf, das dauernde Rauschen und Rasen, sind zwar bedungen und dennoch einfach nicht wahr!

Es sticht.

Die Erkenntnis, dass dauerndes Wachstum auch für Manuela nicht möglich ist, schmerzt und hinterlässt eine unbehagliche Unruhe.

Wo ist die Grenze, ab wann, ab welcher Dauer, ab welchem Grad, bedingt die Natur der Entwicklung eine Gegenbewegung, eine Reduktion, eine Neu-Orientierung, und wer bestimmt?

...

Und Schnee?

Ja, Schnee würde das alles erleichtern.

Die Kälte, die Stille, keine Ecken keine Kanten,

eine kurze Langsamkeit, und zugedeckt,

alles Weiß für einen Augenblick und eine Zeitlang neu, …

es wird wohl wieder nichts,

mit Grün und warm fällt es nicht leicht, nicht an Wachstum zu denken,

es muss aber wohl wieder sein,

damit die Zeit sein und tun kann, was ihr Wesen und ihr Auftrag ist.

Neu herausgebracht ...

... habe ich den "Geschichtenband" "Drüben, im Keller - Geschichten aus dem Fundus"

Bei einer Lesung im Ground XiRo